Damit Weiterbildung wirklich bei allen Menschen ankommt, bedarf es eines Perspektivwechsels in der Bildungsarbeit: Weg von der klassischen „Komm-Struktur“ hin zu einer „Gehstruktur“. Bildungsarbeit muss mit konkreter Lebenshilfe verknüpft sein, um einen erkennbaren und möglichst kurzfristig realisierbaren Nutzen sowie eine Sinnhaftigkeit für die Zielgruppe darstellen. Erwachsenenbildner*innen benötigen neue Kompetenzen aus dem Bereich der Sozialen Arbeit und es bedarf einer besonderen Finanzierung.

In dem Projekt „Aufsuchende Bildungsarbeit: Mehr Chancengleichheit und Teilhabe“ bietet der Volkshochschulverband an sieben Pilotstandorten die Möglichkeit zu diesem Perspektivwechsel. In diesem Rahmen können auch vom Haus der Familie vor Ort in Bad Cannstatt grundlegende Strategien der Aufsuchenden Bildungsarbeit erprobt werden.

Über niederschwellige Angebote wollen wir neu zugewanderte Frauen erreichen, die bei Interesse längerfristig und individuell bei der Suche nach passenden außerberuflichen Weiterbildungs-, Verdienst- oder Mitgestaltungsmöglichkeiten begleitet werden und im besten Fall in eine (geringfügige) Beschäftigung, Honorartätigkeit oder ein ehrenamtliches Engagement bei einem der Kooperationspartner*innen im Stadtteil vermittelt werden, wodurch ihnen „Lernen im Prozess der Arbeit“ ermöglicht werden soll.

Die Ergebnisse des Gesamtprojekts werden in einer Handreichung zur landesweiten Umsetzung zusammengefasst und es wird ein landesweites Fortbildungskonzept ausgearbeitet. Das Projekt wird über eine Förderung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg ermöglicht.

Projektlaufzeit: Februar 2021 bis Mai 2022

Gefördert vom Volkshochschulverband Baden-Württemberg

Projektleitung:
Frau Sabine Antesz
Tel. 0711 220709-327
antesz@hdf-stuttgart.de

Projektkoordinatorin:
Frau Anne-Sofie Ruckhaberle
ruckhaberle@hdf-stuttgart.de